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Data Services

für Geo- und Netzdaten

Data Services

Wir unterstützen Sie bei der Analyse der Datenstruktur, der Konzeption und der Realisierung geeigneter Schnittstellen und führen die, bei der Einführung neuer IT-Systeme, erforderlichen Datenmigrationen durch.

Durch langjähriges Know-how und den Einsatz modernster Softwaretechnologien bearbeiten und konvertieren wir Ihre Daten nach unterschiedlichsten Anforderungen.

Wir von GRINTEC unterstützen alle für Spatial ETL („Extract–Transform–Load“) relevanten Prozesse: Daten werden so für unterschiedlichste Anwender nutzbar, können den jeweiligen Anforderungen entsprechend aufbereitet und in die Kernsysteme übernommen werden.

 

Analyse

 

Klare Zielformulierungen: Denn ohne Ziel kein Weg!

 

Zuerst definieren wir mit Ihnen gemeinsam das exakte Ziel. Beispielsweise Datenmigration, die Übernahme von Daten aus einem Altsystem oder die Realisierung einer Schnittstelle, die regelmäßig Daten konvertiert.

Oft unterstützen wir unsere Kunden dabei die Ausgangsdaten zu bereinigen und aufzubereiten. Gerade bei Altsystemen liegen diese meist dezentral vor, es gibt womöglich Überschneidungen, Duplikate und verschiedene Versionen in unterschiedlichen Abteilungen.

Bei einer Migration umfasst die Analyse das, gegebenenfalls automatisierte, detaillierte Erfassen von Inhalten in den Quelldaten. Das ist abhängig von der Aufgabenstellung, aber zum Beispiel das Mengengerüst, Leitungslängen, Inhalte von Attributen wie eindeutige Begriffe, wie Leitungstypen, Geometrie-Typen und unterschiedliche Layer. Aber auch weiterreichende Schritte wie das Verschneiden von verschiedenen Datensätzen um zu klären welche indirekten Informationen ausgewertet werden können.

 

Es wird also erfasst, welche Informationen aus den Quelldaten abgeleitet werden können.

 

Konzeption

 

Wir spezifizieren die Abbildungsvorschriften – gemeinsam definieren wir den optimalen Workflow.

 

Welche Informationen aus dem Quellsystem werden wie in das Zielsystem überführt? Bei einer bidirektionalen Schnittstelle muss dies in beide Richtungen passieren. Dabei ist es wesentlich die jeweiligen Eigenschaften der verschiedenen Formate zu beachten, zum Beispiel kann eine relationale Verknüpfung aus einer Datenbank nicht 1:1 in einem CAD-Format abgebildet werden. Das heißt, abhängig von der Aufgabenstellung muss ein anderer Weg gefunden werden diese Information abzubilden.

So eine Spezifikation muss immer in enger Abstimmung mit dem Kunden passieren, da die Semantik der Inhalte immer berücksichtigt werden muss. Wir definieren gleichzeitig, ob und in welchem Umfang die Daten vor der Übernahme aufbereitet werden müssen und welche Nachbearbeitungsschritte notwendig sind.

Wir beraten Sie bei der Auswahl geeigneter Softwarekomponenten und definieren auch Test-Szenarios um sicherzustellen, dass es keinen Datenverlust geben wird.

 

Umsetzung

 

a) Datenintegration

Wir achten besonders darauf, nur die für jeweilige konkrete Aufgabe wichtigen Informationen darzustellen. Die Daten kommen dabei nicht nur aus dem GIS, sondern aus unterschiedlichsten Systemen. In der täglichen Praxis hören wir da oft die Frage: 

 

Schnittstellen schaffen oder Kopien verwalten?

 

GIS-Daten in unterschiedliche Systeme zu kopieren, in denen sie benötigt werden, bringt oft vielschichtige daraus entstehende Probleme in der Praxis mit sich: Informationen müssen in andere Datenmodelle transformiert werden und die dabei zu verarbeitenden Mengen erfordern einen robusten Mechanismus für eine Differenzaktualisierung. Sollen Daten in diesen Zielsystemen verändert und wieder in das Ausgangssystem zurückgeführt werden, ergibt sich ein weiterer Sprung in der Komplexität eines Ablaufs, der idealerweise nur geringe Kontrolle durch Bearbeiter mehr unterliegen soll, um möglichst effizient ablaufen zu können.

 

b) Datenmigration

Bei einer Migration werden Daten einmalig aus einem System in ein anderes System überführt. In der Regel wird ein Altsystem durch ein neues ersetzt. Die Datenmigration stellt bisher isoliert gesehene Datenbestände in Beziehung zueinander, verknüpft Geometrien und sucht „versteckte“ Eigenschaften und Zusammenhänge zwischen den Daten, um daraus noch mehr direkt nutzbare Informationen zu generieren. Im Rahmen einer solchen Datenveredelung werden zum Beispiel Raumbezüge und topologische Beziehungen aus den vorhandenen attributiven Daten abgeleitet oder Topologien hergestellt. Der Wert der Daten wird dadurch noch zusätzlich gesteigert.

In vielen Unternehmen liegen raumbezogene und attributive Daten in unterschiedlichen Datenformaten vor. Diese Daten haben einen großen Informationswert, der durch eine verlustfreie Überführung in verschiedene Zielsysteme gesichert werden muss.

In zahlreichen Kundenprojekten hat GRINTEC räumliche Daten für unterschiedliche IT-Systeme übergeleitet, wobei ein Maximum an Qualität und Datensicherheit gewährleistet wird. Datenkonvertierungen wurden unter anderem zwischen den Systemen Smallworld, AutoCAD, ESRI (Geodatabase, Network Engineer), ORACLE, PostGIS, Bentley MicroStation, MapInfo oder TomTom durchgeführt. So ist sichergestellt, dass die Daten in den entsprechenden Systemen voll genutzt werden können.

 

c) Schnittstellen für Datenaktualisierung

Versorgungsunternehmen vergeben die Vermessung von Baustellen und Datenerfassung häufig an externe Stellen. Um den externen Dienstleistern eine einfache Bearbeitung zu ermöglichen, müssen die bestehenden Daten des Netzinformationssystems in geeigneter Form bereit gestellt werden.

Die aktualisierten Daten sind anschließend möglichst effizient wieder in die zentrale Datenbank zu übernehmen.

Durch die Realisierung geeigneter Schnittstellen können wir von GRINTEC eine optimale Datenfortführung ermöglichen. So können Planungsgebiete im Netzinformationssystem definiert und relevante Bestandsdaten, wie zum Beispiel Leitungsinformationen, Topografien, im benötigten Datenformat aus der Datenbank exportiert werden. So zur Verfügung gestellte Ausgangsdaten kann der externe Dienstleister zur Vermessung verwenden und Änderungen einarbeiten. Das Ergebnis wird anschließend, in einem sogenannten differentiellen Update, wieder in das Netzinformationssystem importiert, wobei Änderungen bestehender Geometrie- und Sachdaten übernommen, neue Objekte eingefügt und zu löschende Daten entfernt werden. Ein allfälliger Nachbearbeitungsaufwand wird dadurch für den Auftraggeber auf ein Minimum reduziert.

Alleskönner FME

Zur Umsetzung von Schnittstellen setzen wir vorrangig FME ein (Feature Manipulation Engine von Safe Software). FME deckt alle wichtigen Datenformate ab: Mit FME sind alle Schnittstellenfragen zentral gelöst – Szenarien, dass Anwender Daten mit ORACLE oder MS SQL Server oder PostGIS synchronisieren möchten, sind damit ebenso abgedeckt, wie die Übernahme der Daten aus einer digitalen Stadt-Grundkarte oder GIS Daten aus anderen Quellen. FME unterstützt auch allgemeine XML Formate, so kann damit auch die Bereitstellung der GIS Daten an andere Analyseprogramme (z.B. Netzberechnung) erfolgen.

Umfangreiche Möglichkeiten für Übersetzungsregeln: Damit kann z.B. sichergestellt werden, dass keine falschen, inkonsistenten Daten ins GIS kommen, oder ein automatisierter, bidirektionaler Datenaustausch mit externen Stellen realisiert werden.

Die Schnittstellen sind von Änderungen oder Upgrades im GIS nicht betroffen: Durch die technologische Entkoppelung der Schnittstellen von Smallworld GIS und klare Trennung auf Datenaustausch, sind Schnittstellenentwicklungen auch nicht mehr in dem Ausmaß von zukünftigen Upgrades betroffen, was ganzheitlich betrachtet auch eine Vereinfachung der IT-Umgebung darstellt.

Das Herzstück von FME ist der Umgang mit Geoformaten und -daten. Neben den klassischen Vektor- und Raster-Formaten die alle gängigen GIS/CAD-Systeme umfassen, werden zum Beispiel auch diverse 3D-, XML- und Point Cloud-Formate unterstützt. Das Einbinden von Web-Services ist natürlich ebenso möglich. Darüber hinaus werden aber auch unzählige nicht-räumliche Formate unterstützt, z.B. die Microsoft Office-Produkte, Text-basierende Formate, Datenbanken, Cloud-Systeme und ähnliche. Aktuell sind das über 400 verschiedene Formate.

Es gibt jedes Jahr eine neue Version von FME, die bestehende Formate erweitert (z.B. neue DWG-Versionen) und neue hinzufügt. Es gibt dabei praktisch keinen Upgrade-Aufwand, es genügt die neue Version von herunterzuladen und zu installieren

 

Vorteile von FME lassen sich wie folgt zusammenfassen:

 

  • Produktunabhängiges Framework
  • Enormer Funktionalitätsumfang
  • Vielfältig einsetzbar, als reiner Datenkonverter, zur Bereitstellung der Daten in anderen Formaten und Synchronisation von Daten zwischen unterschiedlichen Datenbanksystemen
  • Auch für spezielle Analyseanforderungen einsetzbar
  • Einfach wartbar

 

Zusammengefasst kann man festhalten: mit nur einer Software kann man mit FME sehr viele Aufgabenbereiche erfolgreich abdecken und Lösungen bereitstellen.

 

Referenzen

GRINTEC Kunden verwenden FME zum Austausch von Daten mit Datenlieferanten und bilden damit auch differentielle Datenaktualisierungen ab – nur die wirklichen Veränderungen, die von Datendienstleistern erbracht werden, werden ins Smallworld GIS zurück transportiert. Weiters verwenden unsere Kunden FME auch zur Bereitstellung von GIS Daten an Netzberechnungsprogrammen.

 

Die FME Smallworld Edition wird von folgenden GRINTEC-Kunden sehr erfolgreich eingesetzt:

  • Energie AG Oberösterreich: für die Bereitstellung von Daten an die oberösterreichische Landesregierung
  • Energie AG Oberösterreich, Bereich Ferngas: für den Datenaustausch der GIS Daten mit den für die Datenerfassung und –aktualisierung zuständigen Vermessungsbüros. Ferner wird FME für die Bereitstellung der Netzdaten an das Netzberechnungsprogramm PSS*SINCAL verwendet
  • Holding Graz und Energie Graz GmbH: Verwendung von FME für den Austausch der Daten mit den Datenlieferanten und für die Bereitstellung von Smallworld GIS Daten in einem ORACLE Data Warehouse.
  • Stadtwerke Bruneck: Austausch der Smallworld GIS Daten mit der eigenen Vermessungsabteilung (Leica MobileMatriX) zur Aktualisierung der Daten vor Ort mit einer digitalen Feldbuchlösung.
  • Deutsche Bahn Energie, S-BEV Berlin: Migration der Netzdaten aus Bentley MicroStation nach Smallworld. Vorher umfassende Analyse, Bestandsaufnahme und Konsolidierung der Altdaten. Weiters Schnittstelle um Infrastrukturdaten von MS nach SW zu übernehmen
  • Smallworld-Kunden in Österreich: Regelmäßige Übernahme der DKM nach Smallworld
  • Stadtwerke Bruneck: Arbeitet gerade an einer Schnittstelle um Netzdaten periodisch für den Regulator zu exportieren (INSPIRE)
  • Energie Ried: Migration der Netzdaten aus DWG/PostgreSQL nach Smallworld
  • iNIS: Visualisierung von Leistungsdaten und Einspeiseleistungen von Photovoltaik-Anlagen unter verschiedenen Gesichtspunkten wie räumlicher Gliederung, zeitlichem Ablauf, etc.
  • Energie AG Oberösterreich: Aufbereitung (Erstellung von Zonen aus Punktwolken mit langjährigen Wind-Durchschnittswerten) und Import von Daten für eine Windgefährdungskarte um in Smallworld windgefährdete Gebiete im Hinblick auf Freileitungen zu analysieren
  • Alle Smallworld-Kunden: Div. Exporte zur einfachen Datenweitergabe in anderen weit verbreiteten Geo-Formaten wie DWG, Shape, KML, etc.
  • Linz AG: Aktualisierung von Topografie-Daten in Smallworld über vermesse Daten aus DWG
  • Stadtwerke Leipzig: Aufbereitung und Übernahme der Digitalen Stadtgrundkarte nach Smallworld