| OÖ Ferngas AG: NIS-Einführung & Datenmigration |
|
|
|
Als Ergebnis eines sehr umfassenden Auswahlprozesses startete die Oberösterreichische Ferngas AG mit Beginn 2007 mit der Einführung eines unternehmensweiten Netzinformationssystems auf Basis von Smallworld GIS. Allgemeines Noch vor kurzem waren Papierpläne und eine Intranet- Auskunftsanwendung zur Darstellung digitaler CAD-Zeichnungen Grundlage für alle Planungs- und Instandhaltungsarbeiten und den Netzbetrieb. Für die Verwaltung verschiedener Sachdaten sind CRM, SAP und andere Dokumentationssysteme im Einsatz. Mit der Einführung des unternehmensweiten Netzinformationssystems (NIS) auf Basis von Smallworld Core Spatial Technology wurde bei der Oberösterreichischen Ferngas AG die Grundlage für eine Verknüpfung der einzelnen Datenbanken und Dokumentationsarchive geschaffen. Bisher in den Planwerken „Erdgas Hochdruckleitung“, „Ortsgasversorgung“ und „LWL-Kabelschutzrohre“ getrennt geführte Pläne liegen jetzt in einem konsistenten Datenbestand vor und bilden die Basis für eine einheitliche und verbesserte Dokumentation. Nach Abschluss der Planungsphase erfolgte der technische Projektstart mit der Systeminstallation und einer Testmigration der bestehenden Daten. Projektstart 2007Ab diesem Zeitpunkt standen auch Basisdaten, wie die ÖK50, als Hintergrundkarte, Adressdaten (ACGeo) und die Digitale Katastralmappe (DKM) zur Verfügung. Zusätzlich erfolgte eine Abbildung der Organisationsstruktur, sodass nun auch eine Zuordnung der Netzkomponenten zu den einzelnen Organisationseinheiten möglich ist. Workshops und SchulungenNeben Administratoren, Key-Usern und internen Anwendern des Netzinformationssystems wurden auch externe Dienstleister zu den Schulungen eingeladen. Sie werden in Zukunft als Datenerfasser für einen Teil der Datenbereinigungsaufgaben und komplexere Netzänderungen zuständig sein. Bisher wurden mehr als 20 Mitarbeiter in der Bedienung des Systems ausgebildet. In mehreren Workshops wurden unternehmensspezifische Anpassungen des Datenmodells definiert. Neben geringfügigen Erweiterungen der Fachschale Gas wurde ein Datenmodell für die Abbildung des LWL- und Richtfunknetzes erstellt. Migration der AltdatenDas bisher umfangreichste Teilprojekt bildete die Migration von über 10.000 CAD-Dateien. Jahrelang gelieferte CAD-Daten bildeten hinsichtlich Dateiversion und Zeichenvorschrift einen sehr inhomogenen Ausgangsdatenbestand. Viele Daten lagen aufgrund der bisherigen Planfortführung zudem redundant vor. Im Rahmen der Migration wurden möglichst alle vorhandenen Informationen automatisiert in das Netzinformationssystem übernommen, sodass die manuelle Nachbearbeitung auf ein Minimum reduziert wurde. Datenaktualisierung und PlanungsprozessUm einen konformen Datenaustausch auch in Zukunft sicher zu stellen, wurden die für Datenlieferanten verbindlichen Zeichenvorschriften überprüft und entsprechend angepasst. Die Naturbestandsdaten der Oberösterreichischen Ferngas AG werden von externen Dienstleistern auf Basis ganzer Mappenblätter aktualisiert. Derzeit wird an der Spezifikation und Implementierung einer Import- und Export-Funktion gearbeitet, um eine konsistente Aktualisierung des Naturbestandes und der Netzerweiterungen zu gewährleisten. Da diese Funktionen eng mit der Netzplanung zusammenhängen, werden parallel dazu Anforderungen für den Planungsprozess und automatisierte Planerstellungen definiert. AusblickKnapp neun Monate nach der Systeminstallation Anfang 2007 kann das Projektteam der Oberösterreichischen Ferngas AG auf eine sehr erfolgreiche Systemeinführung zurückblicken. Neben der Umsetzung des erwähnten Planungsprozesses werden bis Ende 2008 Erweiterungen der Intranet-Auskunftslösung, die Integration des Netzinformationssystems mit anderen Systemen wie SAP, CRM und das Dokumentenmanagement sowie mobile Anwendungen realisiert. |




